Körperpflege
Die Körperpflege steht für das Wohlbefinden einer Person. Besonders bei pflegebedürftigen Menschen, welche abhängig von Pflegepersonen sind, ist die Körperpflege besonders von Bedeutung. Sie gehört für pflegende Personen zum Alltag und stellt diese dennoch immer vor Herausforderungen, da jeder Mensch andere Ansprüche hat. Pflegepersonen sollten bei der Körperpflege immer die Wünsche einer pflegebedürftigen Person berücksichtigen und versuchen, die Wahrnehmung der Umwelt und die erlebte Sicherheit zu fördern.
Die Körperpflege ist in der Pflege so wichtig, weil sie weit mehr bedeutet als Waschen, Duschen oder Eincremen. Sie trägt zum Wohlbefinden, zur Gesundheit und zur Würde pflegebedürftiger Menschen bei. Durch eine gute Körperpflege können Hautveränderungen, Druckstellen, Infektionen oder Schmerzen früh erkannt und oft vermieden werden. Auch können Störungen wie Parasitenbefall oder Hautdefekte bestenfalls frühzeitig entdeckt und Maßnahmen dagegen ergriffen werden. Gleichzeitig stärkt sie das Gefühl von Sauberkeit, Sicherheit und Selbstwert. Für viele Menschen ist die Körperpflege außerdem ein sehr persönlicher Moment, in dem Zuwendung, Respekt und Vertrauen besonders wichtig sind. Deshalb gehört sie zu den grundlegenden und besonders sensiblen Aufgaben professioneller Pflege.
Das Fachthema Körperpflege zeigt die verschiedenen Maßnahmen zur Körperpflege, welche Unterstützungsbedarfe auf welche mögliche Form der Körperpflege hindeuten und wie das Erleben einer pflegebedürftigen Person im Rahmen dieser gefördert werden kann. Zusätzlich werden verschiedene Einflussfaktoren wie Erkrankungen aber auch kulturelle Unterschiede der Körperpflege vorgestellt.
SuperNurse deckt folgende Themenschwerpunkte bei dem Thema Körperpflege ab:
Einführung
Körperpflege ist von großer Bedeutung für die allgemeine Hygiene und das Wohlbefinden einer pflegebedürftigen Person. Dieses Kapitel zeigt die entsprechende Relevanz der Körperpflege auf, welchen Einfluss diese auf die Lebensqualität hat und welche Funktionen die Kleidung einer Person erfüllt. Um das Wohlbefinden zu steigern, sollten Wünsche und Anliegen der pflegebedürftigen Person immer berücksichtigt und kommuniziert werden. Interkulturelle Unterschiede sollten in der Pflege stets mitgedacht werden, da sie die Körperpflege in ihrer Durchführung und Wahrnehmung beeinflussen.
Professionelle Haltung
Die Körperpflege ist weit mehr als eine pflegerische Routine. Sie verbindet professionelle Haltung, achtsame Kommunikation und gesundheitliche Prävention. Pflegende stimmen jede Handlung mit der pflegebedürftigen Person ab, berücksichtigen Wünsche und Vorlieben und holen vor jeder Maßnahme das Einverständnis ein. Gleichzeitig erfordert die Arbeit mit sensiblen Informationen ein hohes Maß an Verantwortungsbewusstsein und die konsequente Wahrung der Schweigepflicht. Die Körperpflege bietet zudem die Möglichkeit, die Haut gezielt zu beobachten und Veränderungen frühzeitig zu erkennen – immer unter Wahrung der Intimsphäre.
In Pflegeeinrichtungen gilt es grundsätzlich den Infektionsschutz zu beachten, um das Auftreten von nosokomialen Infektionen zu vermeiden. Zu einer professionellen Pflege gehört zudem die gesundheitsfördernde Pflege und die Durchführung von Präventionsmaßnahmen. Auch die eigene Gesundheit, vor allem die des Rückens, sollten pflegende Personen schützen und pflegen.
Hautbeobachtung und -pflege
Im Rahmen der Körperpflege bzw. der Unterstützung bei der Körperpflege bietet sich eine gute Gelegenheit, die Haut einer pflegebedürftigen Person zu beobachten und diese entsprechend zu pflegen. Dabei ist vorrangig die Förderung und Erhaltung der Hautintegrität sowie der Dekubitus als wichtigster Hautdefekt zu nennen. Dieses Kapitel geht zusätzlich auf die entsprechenden Expertenstandards zur Hautintegrität und Dekubitusprophylaxe ein und zeigt Definitionen, Risikofaktoren und prophylaktische Maßnahmen, welche pflegende Personen in ihrer Arbeit durchführen und unterstützen können.
Unterstützung bei der Körperpflege
Dieses Kapitel befasst sich mit den unterschiedlichen Möglichkeiten, wie eine Pflegeperson eine pflegebedürftige Person bei der Körperpflege unterstützen kann. Der Unterstützungsbedarf kann nämlich je nach Erkrankungen oder Einschränkungen sehr unterschiedlich ausfallen. Die Körperpflege kann im Bett stattfinden, sollte eine pflegebedürftige Person immobil sein oder einen hohen Pflegebedarf haben. Eine mobilere Person hingegen kann beispielsweise bei der Körperpflege am Waschbecken oder sogar beim Duschen unterstützt werden. In diesem Kapitel werden die verschiedenen Grundvoraussetzungen, die benötigten Materialen und der jeweilige Durchführungsablauf dargestellt.
Spezielle Körperpflege
Für die Förderung der Gesamtgesundheit, sind im Rahmen der Körperpflege auch spezielle Arten der Körperpflege relevant. Besonders präsent sind dabei die Mund-, Zahn- und Zahnprothesenpflege. Maßnahmen dabei sind, neben der Inspektion des Mundes und der Zähne, natürlich auch das Zähneputzen und das Feuchthalten des Mundes. Auch die Pflege von Augen, Ohren und Nase sowie Haaren und Nägeln sind im Alltag präsent und tragen dazu bei, die Entstehung von Erkrankungen oder Parasitenbefall vorzubeugen. Sollten bereits Probleme wie eine Pilzinfektion aufgetreten sein, muss auch hierbei eine spezielle Pflege stattfinden. Auch diese wird in diesem Kapitel vorgestellt.
Basale Stimulation
Im Rahmen der alltäglichen Pflege, vor allem auch in der Pflege von Menschen mit Sinneseinschränkungen, ist die basale Stimulation von hoher Bedeutung. Basale Stimulation versteht sich als ein Konzept, um die Wahrnehmungsfähigkeit und eigene Teilhabe im Alltag einer pflegebedürftigen Person zu steigern. Dabei geht es nicht darum direkte Reize zu setzen, sondern sensorisch anregend und stimulierend zu handeln. Es geht vor allem darum, das Umfeld sowohl im physischen als auch im sozialen Raum zu erleben und Vertrauen und Sicherheit zu spüren. Auch Erkrankungen können im Kontext der basalen Stimulation zumindest auf kurze Sicht als etwas positives verstanden werden. Dieses Kapitel zeigt das Konzept und seine angestrebten Inhalte und gibt Pflegepersonen einige Methoden der basalen Stimulation an die Hand.

