Palliative Care
Pflegefachthemen

Palliative Care

Palliative Care begleitet Menschen mit einer nicht heilbaren, fortschreitenden Erkrankung sowie ihre Angehörigen mit dem Ziel, die bestmögliche Lebensqualität bis zuletzt zu erhalten. Im Zentrum stehen die Linderung belastender Symptome wie Schmerzen und Atemnot, eine einfühlsame Begleitung in der Sterbephase sowie eine offene, person-zentrierte Kommunikation über Krankheitsverlauf, Sterben und Tod. Da sich Palliativversorgung je nach Komplexität der Situation in allgemeine und spezialisierte Angebote gliedert – von der hausärztlichen und pflegerischen Basisversorgung bis zur spezialisierten ambulanten und stationären Palliativversorgung – benötigen Pflegefachpersonen ein differenziertes Verständnis der verfügbaren Versorgungsstrukturen, um Betroffene und ihre Angehörigen bedarfsgerecht zu begleiten und weiterzuvermitteln.

Um Menschen in ihrer letzten Lebensphase fachlich fundiert und menschlich zugewandt zu begleiten, benötigen Pflegefachpersonen Wissen über die medikamentöse Therapie belastender Symptome wie Tumorschmerz und Atemnot ebenso wie praktische Handlungssicherheit in der Sterbephase selbst – etwa im Umgang mit Rasselatmung, Delir oder Unruhe. Ebenso bedeutsam ist eine sichere Gesprächsführung bei schwerwiegenden Veränderungen im Krankheitsverlauf und bei Themen wie Sterben und Tod, die Einbindung von Angehörigen sowie die vorausschauende Versorgungsplanung. Nicht zuletzt gehört dazu die Fähigkeit, Todeswünsche von Personen wahrzunehmen, einzuordnen und einfühlsam darauf zu reagieren.

Die Lern-App SuperNurse deckt folgende Themenschwerpunkte in dem Fachthema Palliative Care ab:

Einführung:

Dieses Kapitel vermittelt die Grundsätze der Palliativversorgung sowie die wesentlichen Begriffe des Fachgebiets. Es zeigt, wie ein Assessment zur Erfassung der individuellen Bedürfnisse und Belastungen eines Menschen mit einer fortschreitenden Erkrankung durchgeführt wird, und schafft damit die begriffliche und konzeptionelle Grundlage für die weiteren Kapitel dieses Fachthemas.

Palliative Versorgungsstrukturen:

Dieses Kapitel stellt die unterschiedlichen Versorgungsstrukturen der Palliative Care vor und grenzt die allgemeine von der spezialisierten Palliativversorgung ab. Es behandelt unter anderem die Palliativstation, den Palliativdienst im Krankenhaus, die ambulante spezialisierte Palliativversorgung, palliativmedizinische Tageskliniken und Tageshospize sowie das stationäre Hospiz und weitere Hospizdienste, einschließlich der Hospizkultur im Pflegeheim. Ergänzend werden die Erfassung der Personenbedürfnisse und der Komplexität, erforderliche Qualifikationen sowie die Rolle der Angehörigen und die Abschieds- und Trauerbegleitung thematisiert.

Pflege und Behandlung in der Sterbephase:

Dieses Kapitel widmet sich der Begleitung von Menschen in ihrer letzten Lebensphase. Es zeigt, wie das Sterben diagnostiziert wird, und vermittelt die Grundsätze und praktischen Belange der Sterbebegleitung. Behandelt werden zudem typische Symptome der Sterbephase wie Atemnot, Delir, Rasselatmung, Mundtrockenheit sowie Angst und Unruhe, dazu der Umgang mit dem Absetzen von Medikamenten und Maßnahmen sowie Fragen der künstlichen Ernährung und Flüssigkeitszufuhr. Abschließend werden die Versorgung nach dem Tod des Verstorbenen sowie der Umgang mit Sterben und Tod im Betreuungsteam behandelt.

Medikamentöse Tumorschmerztherapie:

Dieses Kapitel vermittelt die Grundlagen der medikamentösen Schmerztherapie bei Tumorerkrankungen. Es behandelt die Schmerzerfassung, die Anwendung verschiedener Opioid-Klassen, die Opioid-Titration sowie unterschiedliche Applikationsformen und den Opioid-Wechsel. Ergänzend werden Prophylaxe und Behandlung von Nebenwirkungen, Nicht-Opioide, Adjuvanzien bei neuropathischen Schmerzen sowie der Umgang mit Schmerzexazerbationen und Durchbruchschmerzen vorgestellt.

Atemnot:

Dieses Kapitel behandelt die Erfassung und Linderung von Atemnot, einem der belastendsten Symptome in der Palliativversorgung. Neben nicht-medikamentösen Therapieansätzen werden die medikamentöse Linderung sowie der gezielte Einsatz von Sauerstoff zur Linderung der Atemnot vorgestellt.

Kommunikation in der Palliativbetreuung:

Dieses Kapitel vermittelt die Grundsätze einer patientenzentrierten Kommunikation in der Palliativbetreuung. Es zeigt, wie Gespräche über schwerwiegende Veränderungen im Krankheitsverlauf geführt werden und wie Sterben und Tod einfühlsam thematisiert werden können. Ergänzend werden die Kommunikation mit Angehörigen sowie die vorausschauende Versorgungsplanung behandelt, die frühzeitig Wünsche und Behandlungsziele festhält.

Umgang mit Todeswünschen:

Dieses Kapitel widmet sich dem einfühlsamen Umgang mit Todeswünschen von Menschen mit einer fortschreitenden Erkrankung. Es ordnet das Phänomen Todeswunsch ein und grenzt es vom Verhältnis zur Suizidalität ab, beleuchtet Dynamik und Verlauf von Todes- und Lebenswunsch sowie mögliche Ursachen, Bedeutungen und Funktionen. Abschließend werden Screening und Erfassung sowie der einfühlsame Umgang mit Menschen mit Todeswunsch im Pflegealltag vermittelt.

Über den/die Autor/en

Dr. phil. Axel Doll
Dipl. Pflegepädagoge
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SuperNurse Autorin Sr. Doreen Knopf
Pflegefachthemen
Doreén Knopf (Sr.)
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Viviane Simone Plechinger
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