Asthma
Asthma bronchiale ist eine chronisch-entzündliche Erkrankung der Atemwege, die durch eine dauerhafte Überempfindlichkeit der Bronchien gekennzeichnet ist. Typisch sind anfallsartig auftretende Atemnot, Husten und ein pfeifendes Atemgeräusch. Man unterscheidet unter anderem zwischen dem allergischen (extrinsischen) und dem nicht allergischen (intrinsischen) Asthma, wobei beide Formen unbehandelt zu schweren Asthmaanfällen bis hin zum lebensbedrohlichen Status asthmaticus führen können.
Pflegefachpersonen benötigen fundiertes Wissen über die Anatomie und Physiologie der Atemwege sowie über die Entstehung, Symptome und Diagnostik von Asthma, um akute Situationen sicher einschätzen zu können. Ebenso wichtig ist die Kenntnis der medikamentösen Stufentherapie sowie praktischer Pflegemaßnahmen wie atemvertiefender und sekretmobilisierender Techniken, Sauerstoffgabe und Prophylaxen. Darüber hinaus gehört die Beratung und Schulung Betroffener zu einer zentralen Aufgabe, damit Menschen mit Asthma ihren Alltag (z. B. Sport, Beruf oder Schwangerschaft) sicher gestalten können.
Die Lern-App SuperNurse deckt folgende Themenschwerpunkte in dem Fachthema Asthma ab:
Zahlen, Daten, Fakten:
Dieses Kapitel vermittelt zentrale Definitionen, Informationen über das Vorkommen von Asthma, obstruktiver Ventilationsstörung und Exazerbation, sowie Zahlen zur Häufigkeit der Erkrankung. Es unterscheidet die beiden Hauptformen und erläutert Ursachen und Risikofaktoren. Abschließend grenzt das Kapitel Asthma von ähnlichen Krankheitsbildern wie COPD, chronischer Bronchitis und Mukoviszidose ab.
Anatomie und Physiologie der Atemwege:
In diesem Kapitel werden die anatomischen Grundlagen des Atmungssystems, von Luftröhre und Bronchialbaum bis zur Lunge erklärt. Außerdem stellt es zentrale physiologische Vorgänge wie Atemmechanik, Atemvolumina, Gasaustausch und Sauerstoffsättigung dar. Dieses Grundlagenwissen bildet die Basis, um die krankhaften Veränderungen bei Asthma im folgenden Kapitel besser einordnen zu können.
Pathophysiologie, Symptome und Diagnostik:
Dieses Kapitel erklärt, wie es bei Asthma zur Überempfindlichkeit der Bronchien und zur Verengung der Atemwege kommt. Auch auf mögliche Komplikationen wie Pneumothorax oder pulmonale Hypertonie wird eingegangen. Es beschreibt die Leitsymptome und Schweregrade eines Asthmaanfalls bis hin zum lebensbedrohlichen Status asthmaticus. Ergänzend werden die Diagnostik während eines Anfalls sowie im anfallsfreien Intervall vorgestellt, zum Beispiel die Spirometrie, Peak-Flow-Messung und Allergiediagnostik.
Sofortmaßnahmen und Therapie:
Hier werden Sofortmaßnahmen bei einem Asthmaanfall, etwa atemerleichternde Haltungen wie den Kutschersitz und die Lippenbremse, sowie die medikamentöse Langzeittherapie behandelt. Es stellt die wichtigsten Medikamentengruppen vor. Darunter fallen β2-Sympathomimetika, inhalative Anticholinergika und inhalative Glukokortikoide. Abschließend werden die Stufenschemata zur Langzeittherapie bei Erwachsenen und Kindern sowie die gängigen Inhalationssysteme erläutert.
Pflege von Menschen mit Asthma:
In diesem Kapitel werden zentrale Beobachtungsschwerpunkte bei Menschen mit Asthma, etwa Atmung, Sauerstoffsättigung und Compliance vermittelt. Außerdem werden atemvertiefende und sekretmobilisierende Maßnahmen, die sichere Sauerstoffgabe sowie relevante Prophylaxen vorgestellt. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf Information, Beratung, Anleitung und Schulung betroffener Personen, unter anderem zur Anwendung von Inhalationssystemen und Peak-Flow-Meter sowie zum Führen eines Asthmatagebuchs.
Lebensgestaltung mit Asthma:
Zum Schluss wird aufgezeigt, wie Menschen mit Asthma ihren Alltag in anfallsfreien Zeiten selbstständig z. B. durch körperliches Training und Expositionskontrolle gegenüber Allergieauslösern gestalten können. Es behandelt besondere Lebenssituationen wie Schwangerschaft, Arbeitsplatz und Impfschutz sowie Möglichkeiten der Versorgungskoordination, etwa durch Disease-Management-Programme und pneumologische Rehabilitation.

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