Pflegemanagement

Maßstäbe und Grundsätze (MuG) - stationäre Pflege

Die Maßstäbe und Grundsätze für die Qualität in der Pflege (MuG) sind verbindliche Richtlinien nach dem Elften Sozialgesetzbuch (SGB XI). Sie legen fest, wie Pflegequalität in vollstationären, teilstationären und Kurzzeitpflegeeinrichtungen gesichert und geprüft wird. Die Richtlinien unterscheiden zwischen Struktur-, Prozess- und Ergebnisqualität und bilden die Grundlage für die externen Qualitätsprüfungen durch den Medizinischen Dienst (MD). Ziel ist eine transparente, überprüfbare und stetig weiterzuentwickelnde Pflegequalität, die die Selbstständigkeit, Lebensqualität und individuellen Bedürfnisse der Pflegebedürftigen in den Mittelpunkt stellt.

Pflegefachpersonen benötigen Wissen über die gesetzliche Verankerung der Qualitätssicherung sowie über die drei Qualitätsebenen, um Anforderungen an Pflegekonzept, Pflegedokumentation und Betreuung in der Praxis umzusetzen. Ebenso wichtig ist die Kenntnis des indikatorengestützten Verfahrens, mit dem Ergebnisqualität strukturiert erfasst und ausgewertet wird. Da sich die MuG in ihren Anforderungen je nach Versorgungsform unterscheiden, ist zudem Wissen über die Besonderheiten der teilstationären Pflege und der Kurzzeitpflege gefragt, etwa hinsichtlich Krisenkonzepten und Zusammenarbeit mit An- und Zugehörigen.

Die Lern-App SuperNurse deckt folgende Themenschwerpunkte in dem Fachthema Maßstäbe und Grundsätze (MuG) - stationäre Pflege ab:

Einführung:

Dieses Kapitel führt in die Grundlagen des Qualitätsmanagements im Gesundheitswesen ein und erklärt die drei Qualitätsebenen Struktur-, Prozess- und Ergebnisqualität. Es zeigt die gesetzliche Verankerung der Pflegequalität im SGB XI sowie die Rolle des Pflegestärkungsgesetzes. Ergänzend wird deutlich, dass die Sicherung der Pflegequalität eine pflegefachliche Vorbehaltsaufgabe ist. Die MuG wird als verbindliche, verpflichtende Richtlinien vorgestellt, einschließlich ihrer Verfasser und ihres Inkrafttretens.

Qualitätsebenen:

In diesem Kapitel werden die drei Qualitätsebenen anhand der vollstationären Pflege detailliert präsentiert. Das Kapitel behandelt das einrichtungsinterne Qualitätsmanagement mit Verantwortlichkeiten von Träger und Leitung, die Strukturqualität mit Anforderungen an Einrichtung und verantwortliche Pflegefachperson sowie die Prozessqualität mit Pflegekonzept, Pflegeprozess, Pflegedokumentation und Betreuungsangeboten. Abschließend wird die Ergebnisqualität behandelt, also die messbaren Anzeichen guter Pflege.

Das indikatorengestützte Verfahren:

Das indikatorengestützte Verfahren zur Messung der Ergebnisqualität ist Themenschwerpunkt des dritten Kapitels. Es beruht auf den Anlagen 1 bis 4 der MuG. Das Kapitel behandelt die strukturierte Datenerhebung mit festgelegten Erhebungs- und Auswertungszeiträumen, die Indikatoren selbst sowie deren Bewertung durch die Datenauswertungsstelle. Ergänzend werden die Erhebungsbögen sowie Anforderungen an Pseudonymisierung, Vollständigkeit und Plausibilitätskontrolle der übermittelten Daten vorgestellt.

Erhebungspraktische Hinweise

Dieses Kapitel erläutert, wie Pflegeeinrichtungen die Ergebniserfassung nach Anlage 3 praktisch durchführen. Im Mittelpunkt steht die Einschätzung der Selbstständigkeit anhand einer vierstufigen Skala, etwa bei Mobilität, Selbstversorgung und Alltagsgestaltung. Ergänzend gibt es Hinweise zur Erfassung von Dekubitus, Stürzen, freiheitseinschränkenden Maßnahmen, Schmerzen und kognitiven Fähigkeiten. Abschließend wird das Integrationsgespräch nach dem Einzug behandelt.

Die MuG für die vollstationäre Pflege:

In diesem Kapitel werden die MuG für die vollstationäre Pflege vorgestellt, unter anderem die Abschaffung der Pflegenoten durch das Pflegepersonal-Stärkungsgesetz sowie die drei Säulen der neuen Qualitätsdarstellung. Es erläutert, wer an der Entwicklung der MuG beteiligt ist, und beschreibt die vier zugehörigen Anlagen. Abschließend werden die gesetzlichen Ziele vollstationärer Pflegeeinrichtungen nach § 2 und § 4 Abs. 3 SGB XI vorgestellt, etwa Selbstständigkeit, Lebensqualität und die Berücksichtigung individueller Wünsche.

MuG - Kurzzeitpflege:

Dieses Kapitel überträgt die MuG auf die Kurzzeitpflege. Es behandelt die Ziele der Kurzzeitpflege sowie das einrichtungsinterne Qualitätsmanagement und die drei Qualitätsebenen für dieses Setting wie Anforderungen an die verantwortliche Pflegefachperson und die Pflegedokumentation. Abschließend werden Maßnahmen der Qualitätssicherung und -prüfung sowie das Verhalten in Krisensituationen vorgestellt.

MuG - Teilstationäre Pflege:

Im abschließenden Kapitel werden die MuG auf die teilstationäre Pflege wie z. B. Tagespflegeeinrichtungen übertragen. Das Kapitel stellt Ziele und Grundsätze der teilstationären Pflege vor, etwa die Entlastung von An- und Zugehörigen sowie eine individuell angepasste Tagesstruktur. Ergänzend werden die drei Qualitätsebenen für dieses Setting behandelt, einschließlich Anforderungen an Öffnungszeiten, Beförderung sowie das Verhalten in Krisensituationen.

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