Pflegefachthemen

Sekretmanagement

Sekretmanagement spielt eine wichtige Rolle, wenn die natürliche Reinigung der Atemwege beeinträchtigt ist, beispielsweise bei akuten oder chronischen Atemwegserkrankungen, eingeschränkter Hustenfähigkeit oder vermehrter Sekretbildung. Eine besondere Bedeutung hat es bei Menschen mit Trachealkanüle oder invasiver Beatmung. Durch die Umgehung der oberen Atemwege fallen wichtige Funktionen von Nase und Rachen zur Erwärmung, Befeuchtung und Reinigung der Atemluft teilweise oder vollständig weg. Gleichzeitig können Husten und natürlicher Sekrettransport eingeschränkt sein. Dadurch steigt das Risiko für zähes oder festsitzendes Sekret, Sekretverhalt, Atemwegsverlegungen und Infektionen.

Unter Sekretmanagement werden alle Maßnahmen zusammengefasst, die eine geeignete Sekretkonsistenz fördern, Sekret lösen und dessen Abtransport bzw. Entfernung aus den Atemwegen unterstützen. Dazu zählen unter anderem eine bedarfsgerechte Atemgasklimatisierung und Inhalationstherapie, atemunterstützende Positionierungen sowie Maßnahmen zur Sekretmobilisation und -entfernung.

Pflegefachpersonen benötigen fundiertes Wissen über die anatomischen und physiologischen Grundlagen der Atemwegsreinigung, um Sekretstörungen frühzeitig zu erkennen und richtig einzuordnen. Ebenso wichtig sind die sichere Durchführung der Inhalationstherapie mit unterschiedlichen Inhalationssystemen sowie praktische Maßnahmen zur Sekretmobilisation, Drainagelagerung, Hustenunterstützung und der Einsatz atemtherapeutischer Hilfsmittel. Auch die bedarfsgerechte Atemgasklimatisierung gehört dazu, insbesondere bei Menschen mit Trachealkanüle oder Beatmung. In der außerklinischen Intensivpflege sind diese Maßnahmen Teil des eigenständigen pflegetherapeutischen Handelns und mit einer hohen fachlichen Verantwortung verbunden.

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Die Lern-App SuperNurse deckt folgende Themenschwerpunkte in dem Fachthema Sekretmanagement ab:

Einführung:

Zu Beginn werden die zentralen Begriffe und Grundlagen des Sekretmanagements erläutert. Darauf aufbauend geht es um die anatomischen und physiologischen Voraussetzungen einer funktionierenden Atemwegsreinigung und die Frage, wie Sekret unter normalen Bedingungen aus den Atemwegen entfernt wird. Im Mittelpunkt stehen dabei die mukoziliäre und die tussive Clearance als körpereigene Reinigungsmechanismen. Abschließend wird betrachtet, welchen Einfluss das Raumklima auf die Atemwege und die Sekretbeschaffenheit hat.

Sekretstörungen und Krankenbeobachtung:

Dieses Kapitel zeigt, wodurch die natürliche Sekretentfernung und die mukoziliäre Clearance beeinträchtigt werden können. Anschließend wird die gezielte Beobachtung des Sputums vermittelt, denn Veränderungen von Menge, Farbe und Konsistenz können wichtige Hinweise auf Störungen der Atemwege geben.

Inhalationstherapie:

Die Inhalationstherapie nimmt im Sekretmanagement eine wichtige Rolle ein: Sie unterstützt die Befeuchtung der Atemwege und eine geeignete Sekretkonsistenz und ermöglicht zugleich die gezielte Verabreichung inhalativer Wirkstoffe. Dieses Kapitel vermittelt die dafür notwendigen Grundlagen, stellt verschiedene Inhalationsformen und Wirkstoffgruppen vor und schafft damit die Basis für die praktische Durchführung im folgenden Kapitel.

Durchführung der Inhalationstherapie:

Die praktische Durchführung der Inhalationstherapie mit Dosieraerosolen, Pulverinhalatoren, Druckluftverneblern und Spacern gehört zum Alltag von Pflegefachpersonen. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf Menschen mit Trachealkanüle oder Beatmung, da die Inhalation hier an den künstlichen Atemwegszugang und das jeweilige Beatmungssystem angepasst werden muss. Dabei werden sowohl geeignete Inhalationssysteme als auch Besonderheiten bei der Durchführung und Medikamentengabe erläutert.

Pflegetherapeutische Maßnahmen:

Dieses Kapitel stellt praktische Maßnahmen zur Unterstützung des Sekretmanagements vor: Sekretmobilisation, Drainagepositionierungen sowie Perkussion und Vibration. Ergänzend werden Hustenanleitung und mechanisch unterstütztes Husten behandelt sowie geeignete atemtherapeutische Hilfsmittel vorgestellt.

Atemgasklimatisierung:

In diesem Kapitel werden die physiologischen und physikalischen Grundlagen der Atemgasklimatisierung vermittelt und gezeigt, welche besondere Bedeutung sie bei Intubation und Tracheotomie hat, da die natürliche Erwärmung und Anfeuchtung der Atemluft durch Nase und Rachen dabei umgangen wird.

Aktive und passive Atemgasklimatisierung:

Das letzte Kapitel präsentiert die passive und aktive Atemgasklimatisierung mit ihren jeweiligen Möglichkeiten, Vorteilen und Grenzen. Im Mittelpunkt der passiven Klimatisierung stehen HME und HME-Filter, ihre Funktionsweise, Eigenschaften, Auswahlkriterien und die sichere Anwendung in der Praxis. Ergänzend wird die aktive Atemgasklimatisierung mit externen Wärme- und Befeuchtungsquellen erläutert und gezeigt, worauf bei ihrem Einsatz zu achten ist.

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