Das Wichtigste in Kürze
Sechs Punkte, die den Kern der Strukturierten Informationssammlung beschreiben.
Was ist die Strukturierte Informationssammlung?
Die Strukturierte Informationssammlung (SIS®) ist das Kernstück der Informationssammlung im Strukturmodell und der Einstieg in den vierphasigen Pflegeprozess. Sie erfasst die Situation einer pflegebedürftigen Person aus zwei Perspektiven: aus ihrer eigenen und aus der pflegefachlichen.
Erstellt wird sie von einer Pflegefachperson – ambulant beim Erstbesuch, stationär im Aufnahmegespräch. Erfasst werden Bedarfe, Betreuungsbedürfnisse, Potenziale zur Förderung der Selbstständigkeit und relevante biografische Aspekte. Daraus entstehen Maßnahmenplan und Evaluation.
Kurz erklärt
Ein ganzheitlicher Erhebungsanatz mittels Biografie, Wünschen, Ressourcen, Risiken und Unterstützungsbedarfen für ein umfassendes Bild einer pflegebedürftigen Person. Anwenden soll sie nur, wer zum Strukturmodell geschult ist.
Drei Ziele, die das Konzept der SIS verfolgt
- Person-zentrierung: Selbstbestimmung und Selbstständigkeit im Mittelpunkt.
- Stärkung der Fachlichkeit: Die Einschätzung der Pflegefachperson zählt.
- Entbürokratisierung: Nur dokumentieren, was fachlich und rechtlich nötig ist.
Von der ersten Frage bis zur Evaluation
Gespräch
Impulsfragen, Sicht der Person
SIS® Feld C1
Fachliche Einschätzung in sechs Themenfeldern
Matrix Feld C2
Einschätzung pflegesensitiver Phänomene
Maßnahmenplan
Chronologisch nach Tagesverlauf
Berichteblatt
Abweichungen und besondere Ereignisse
Evaluation
Anlassbezogen statt nach starrer Routine
Das Strukturmodell: vier Elemente, ein Pflegeprozess
Das Strukturmodell bildet den vierphasigen Pflegeprozess ab und gilt einrichtungsübergreifend für alle Versorgungsbereiche der Langzeitpflege. Die SIS ist das erste Element – seine Wirkung entfaltet das Modell erst, wenn alle vier zusammenspielen.
Für die Dokumentation einer Evaluation gibt es zwei Wege: den kleinen Evaluationskreis aus Maßnahmenplan, Berichteblatt und Evaluation – und den großen Evaluationskreis, der zusätzlich in die SIS zurückführt, wenn sich die Einschätzung selbst verändert hat.
Häufig verwechselt – und rechtlich oft hinterfragt
„SIS“ und „Strukturmodell“ sind nicht dasselbe: Die SIS ist ein Teil des Modells, wenn auch der bekannteste. Und die verbreitete Sorge, eine verschlankte Dokumentation verstoße gegen den Grundsatz „Was nicht dokumentiert ist, ist nicht durchgeführt worden“, ist geprüft: Eine juristische Expertengruppe hat das Thema 2014 sozial-, haftungs- und berufsrechtlich bewertet und die Ergebnisse in der sogenannten Kasseler Erklärung zusammengefasst. Die Maßstäbe und Grundsätze der Versorgungsbereiche bestätigen das Strukturmodell als fachlich geeignete Grundlage, und die Dokumentation nach dem Modell ist mit den Qualitätsprüfungs-Richtlinien (QPR) vereinbar.
Der Aufbau der SIS: die vier Felder A, B, C1 und C2
Die SIS gliedert sich in vier Felder. Diese Struktur ist in allen Versorgungsformen identisch – ambulant, vollstationär, Tages- und Kurzzeitpflege. Die Abschnitte bauen logisch aufeinander auf, und der Weg von der ersten Aussage bis zur Matrix sollte nicht unterbrochen werden.
Allgemeine Informationen
Stammdaten aus der Software, Datum, Handzeichen – plus verbindlicher Abschluss.
Perspektive der pflegebedürftigen Person
Impulsfragen im Gespräch. Was die Person sagt, steht im Originalton.
Themenfelder
Pflegefachliche Einschätzung in sechs Themenfeldern – knapp, stichpunktartig, wertneutral.
Matrix
Fünf pflegesensitive Phänomene im Zusammenhang mit den Themenfeldern.
Die Felder bauen aufeinander auf – der Weg von Feld B bis zur Matrix sollte nicht unterbrochen werden.
Feld B: die Impulsfragen
Feld B beginnt nicht mit einer Checkliste, sondern mit Impulsfragen – im offenen Gespräch entwickelt, nicht schematisch abgefragt:
- Was bewegt Sie im Augenblick? Was brauchen Sie? Was können wir für Sie tun?
- Was bringt Sie zu uns? – besonders bedeutsam in Tages-, Kurzzeit- und vollstationärer Pflege.
- Kann die Person selbst keine Auskunft geben: indirekte Fragen an An- und Zugehörige („Was war ihr beim Essen wichtig?“).
Die Schilderungen und Wünsche der pflegebedürftigen Person werden im Originalton dokumentiert. Eine Interpretation oder Übersetzung in Fachsprache ist ausdrücklich zu vermeiden.
Sinngemäß nach den Informations- und Schulungsunterlagen EinSTEP 3.1
Was sich je Versorgungsform unterscheidet
- Felder A und B: ambulant und vollstationär identisch, eigene Varianten für Tages- und Kurzzeitpflege.
- Feld C1: nur Themenfeld 6 ist auf den Versorgungsbereich zugeschnitten.
- Feld C2: ambulant zusätzlich die Spalte Beratung – aus leistungsrechtlichen Anforderungen.
Unterschrift in Feld A
Die Unterschrift der pflegebedürftigen Person ist optional und wird selten genutzt – empfohlen bleibt sie trotzdem: Sie dokumentiert die beidseitige Verbindlichkeit der abgestimmten Wünsche. Elektronisch wird der Schritt praktikabel.
Die sechs Themenfelder der SIS
In Feld C1 beschreibt die Pflegefachperson die Situation in sechs Themenfeldern. Sie orientieren sich an den Aktivitäten und Lebensbereichen des Begutachtungsinstruments nach SGB XI – gemeinsame Sprache also, wenn es um Pflegegrad, Prüfung und Planung geht. Zu jedem Themenfeld gehören Leitfragen und Leitgedanken: Die Leitfragen sind verbindlich festgelegt, die Leitgedanken kann das Qualitätsmanagement intern um eigene Schwerpunkte ergänzen.
Themenfeld 6 nach Versorgungsform – die Themenfelder 1 bis 5 sind in allen Settings gleich.
Drei Regeln, die viel Ärger ersparen
- Leitfragen sind Orientierung, keine Checkliste – sie dürfen auch nachträglich als „Denke an“ dienen.
- In den Themenfeldern stehen noch keine Maßnahmen. Die entstehen erst im Maßnahmenplan.
- Keine feste Vorgabe, welcher Inhalt in welches Themenfeld gehört – die Pflegefachperson entscheidet und verweist bei Bedarf quer.
Die Matrix in Feld C2: Risiken im Zusammenhang einschätzen
Die Matrix – häufig auch Risikomatrix genannt – verknüpft die Themenfelder mit den pflegerischen Handlungsfeldern, die bei Pflegebedürftigkeit besonders häufig auftreten. Fünf pflegesensitive Phänomene werden eingeschätzt: Dekubitus, Sturz, Ernährung, Inkontinenz und Schmerz.
Die Matrix ist ein eigenständiger Teil der strukturierten Informationssammlung, kein Anhang zu den Themenfeldern: Nach einem Themenfeld wird nicht automatisch die zugehörige Zeile ausgefüllt. Bewertet werden Zusammenhänge – und ob daraus Handlungsbedarf entsteht.
Aussage im Themenfeld
„Steht nachts ohne Rollator auf, um zur Toilette zu gehen.“
Zusammenhang bewerten
Welches Phänomen hängt prioritär mit diesem Themenfeld zusammen – hier: Sturz.
Ja / Nein ankreuzen
Und: Ist eine weitere Einschätzung erforderlich?
Anhaltspunkt für den Maßnahmenplan
Wer die Maßnahme umsetzt, ist hier noch offen.
Risiko
Die Wahrscheinlichkeit, dass ein unerwünschtes Ereignis eintritt, wenn keine vorbeugenden Maßnahmen erfolgen. Ein Problem liegt noch nicht vor.
Pflegesensitives Phänomen
Eine beobachtbare Erscheinung, ein Verhalten oder eine Reaktion, die für Pflege und Betreuung relevant ist – wahrgenommen von Pflegenden oder geäußert von der Person selbst.
Problem
Eine tatsächlich bestehende, konkret beschreibbare Beeinträchtigung, die pflegerisches Handeln erfordert.
Wie die Matrix bearbeitet wird
Die Bewertung erfolgt über ein Ankreuzverfahren nach dem Prinzip einer Befunderhebung: Ja oder Nein, ergänzt um die Frage, ob eine weitere Einschätzung erforderlich ist. Für den Weg durch die Matrix sind zwei Varianten zulässig – die Einrichtung oder die Pflegefachperson entscheidet:
- Variante A: je Themenfeld von links nach rechts. Der Blick bleibt im Themenfeld und richtet sich auf Ursachen und Wechselwirkungen.
- Variante B: je Phänomen von oben nach unten. Der Blick richtet sich auf ein Risiko und darauf, was alle Themenfelder dazu beitragen.
Vier Punkte, an denen es in der Praxis oft klemmt
- Ein „Nein“ heißt nicht „kein Problem“ – bekannte Themen können stabil bewältigt sein.
- Ein bestehendes Phänomen wird immer mit „Ja“ dokumentiert, auch wenn es gut bewältigt wird.
- Die Matrix darf nicht verändert werden. Ergänzungen nur über die Spalte „Sonstiges“, etwa Hautintegrität.
- Die Ersteinschätzung erfolgt basierend auf Fachlichkeit und Berufserfahrung – so wie es die DNQP-Expertenstandards vorsehen.
Wie schreibt man eine gute SIS?
Gute SIS-Einträge sind kurz, konkret und erkennbar auf eine bestimmte Person bezogen. Wer sie liest, weiß danach, was zu tun ist – und warum. Vollständige Sätze braucht es dafür nicht.
- Stichpunktartig: Knappe Formulierungen sind gewünscht, ganze Sätze nicht nötig – der Name muss nicht wiederholt werden.
- Aktive Verben: „geht unsicher“, „trinkt bereitgestellte Getränke“ statt „kann nicht mehr“.
- Wertneutral: beobachtbares Verhalten statt Bewertung – „verlässt große Runden früh“ statt „unkooperativ“.
- Individuell: Ein Eintrag, der auf zehn Akten passt, hilft in keiner davon.
- Verständlich für alle: Auch Betreuung und Hauswirtschaft arbeiten mit dem Text.
- Relevant: Nur was für Pflege und Betreuung Bedeutung hat – Biografie inklusive, aber nicht schematisch.
Vorgefertigte Textbausteine widersprechen der individuellen Situationsbeschreibung – und stehen nicht im Einklang mit dem person-zentrierten Ansatz des Strukturmodells.
Sinngemäß nach den Informations- und Schulungsunterlagen EinSTEP 3.1
Von der Standardformulierung zur individuellen SIS
Beide Einträge beschreiben dieselbe Bewohnerin. Nur einer davon ist handlungsleitend – und der ist kürzer.
6 Tipps, die in der Praxis den Unterschied machen
Typische Fehler – und wie es besser geht
Sechs Stolperstellen – und wie sie sich im Alltag vermeiden lassen.
Neu in EinSTEP 3.1: Was sich in den Schulungsunterlagen geändert hat
In der Praxis haben sich über die Jahre unterschiedliche Varianten entwickelt – nicht immer mit den erwünschten Effekten. Die Aktualisierung räumt auf, ohne die Prinzipien zu ändern.
- Neue Gliederung: Die Unterlagen sind in drei Hauptkapitel gegliedert und an die aktuellen Entwicklungen angepasst.
- Evaluation als eigenes Kapitel: Element 4 wird erstmals als eigenständiger Abschnitt geführt – mit Begriffsklärungen zu Ersteinschätzung, vertiefter Einschätzung und Einschätzungsinstrumenten.
- Unklarheiten beseitigt: Zur Umsetzung der Matrix in der SIS, zum Verfahren der Evaluation und zur einheitlichen Verwendung von Begriffen.
- Digitalisierung und KI: Die Unterlagen gehen überwiegend von einer EDV-gestützten Dokumentation aus; Inhalte zu Digitalisierung und künstlicher Intelligenz sind ergänzt.
- Tages- und Kurzzeitpflege integriert: Diese Abschnitte stehen nicht mehr separat, sondern in den allgemeinen Ausführungen zum Strukturmodell.
- Juristische Aspekte verteilt: Der eigenständige Rechtsabschnitt wurde gekürzt und in die übrigen Kapitel eingearbeitet.
Der wichtigste Unterschied: Die Unterlagen lassen Einrichtungen bewusst mehr Gestaltungsspielraum – solange die Prinzipien des Modells eingehalten werden. Die Frage ist damit seltener „Dürfen wir das?“ und häufiger „Können wir begründen, warum wir es so machen?“
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- Nach jeder Antwort folgt die fachliche Begründung, nicht nur ein Häkchen.
- Ohne Anmeldung. Die Fragen stammen aus dem Fachthema „Strukturmodell: Element I“.
Strukturmodell lernen, ohne die nächste 60-Minuten-Schulung
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Praxisnah
Lernen lässt sich in den Arbeitsalltag integrieren – im Dienst, in der Pause oder zu Hause.
Aktuelle Fachinhalte
Die Inhalte werden fortlaufend aktualisiert – dieses Fachthema basiert auf den Schulungsunterlagen EinSTEP 3.1.
Nachweise und Lernfortschritt
Leitungspersonen behalten Lernaktivitäten und Qualifikationen im Blick – inklusive Zertifikaten.
Das Fachthema „Strukturmodell: Element I (SIS®)“ in der Lern-App
Einführung
Zahlen und Fakten, Aktualisierungen in EinSTEP 3.1, Person-zentrierung, Pflegebedürftigkeitsbegriff, vierphasiger Pflegeprozess, Qualität
Die SIS® und Feld A
Funktion und Aufbau, Anwendung in den Settings, allgemeine Informationen, verbindlicher Abschluss
Perspektive der pflegebedürftigen Person (Feld B)
Impulsfragen, Erzählung in eigenen Worten, settingspezifische Aspekte
Prinzipien im Umgang mit den Themenfeldern (Feld C1)
Gesprächsführung, praktische Anwendung, Leitfragen und Leitgedanken
Themenfelder 1 bis 3
Kognition und Kommunikation, Mobilität, krankheitsbezogene Anforderungen
Themenfelder 4 bis 6
Selbstversorgung, soziale Beziehungen, Themenfeld 6 in allen vier Versorgungsformen
Anwendung der Matrix (Feld C2)
Konzeption, Prinzipien, Spalte Beratung, Varianten der Bearbeitung, Schnittstelle zur Maßnahmenplanung
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Häufige Fragen zur SIS und zum Strukturmodell
SIS steht für Strukturierte Informationssammlung. Sie ist das erste von vier Elementen des Strukturmodells und der Einstieg in den vierphasigen Pflegeprozess: Erfasst werden die Perspektive der pflegebedürftigen Person und die fachliche Einschätzung der Pflegefachperson in sechs Themenfeldern.
Die SIS® ist kein Formular, sondern ein pflegefachliches Konzept zur person-zentrierten Informationssammlung. Sie besteht aus vier Feldern: allgemeine Informationen (A), Perspektive der pflegebedürftigen Person im Originalton (B), fachliche Einschätzung in sechs Themenfeldern (C1) und die Matrix zur Einschätzung pflegesensitiver Phänomene (C2).
Kognitive und kommunikative Fähigkeiten, Mobilität und Beweglichkeit, krankheitsbezogene Anforderungen und Belastungen, Selbstversorgung, Leben in sozialen Beziehungen sowie – je nach Versorgungsform – Haushaltsführung (ambulant), Wohnen und Häuslichkeit (vollstationär), Alltagsfähigkeiten und Rückzugsbedürfnisse (Tagespflege) oder der Aufenthalt in der Kurzzeitpflege.
Die SIS soll nur von Pflegefachpersonen angewendet werden, die zum Strukturmodell geschult sind. Die Steuerung des Pflegeprozesses gehört zu den Vorbehaltsaufgaben nach dem Pflegeberufegesetz. Die fachliche Verantwortung für die Einschätzung liegt bei der Pflegefachperson, die das Gespräch geführt hat.
Knapp, stichpunktartig und personenbezogen: aktive Verben statt „kann nicht mehr“, beobachtbares Verhalten statt Bewertungen, Ressourcen genauso wie Unterstützungsbedarf, keine Textbausteine. Vollständige Sätze sind nicht nötig, und der Name der Person muss nicht wiederholt werden.
Diagnosen, ärztliche Therapien und Medikationspläne gehören nicht in die Themenfelder, sondern auf das Stammblatt bzw. in die dafür vorgesehenen Dokumente. Ebenfalls nicht hinein gehören vorgefertigte Textbausteine, wertende Zuschreibungen und konkrete Maßnahmen – diese entstehen erst im Maßnahmenplan.
Die SIS ist die Einschätzung der Situation, der Maßnahmenplan die daraus abgeleitete Handlungsebene. Er folgt als Element 2 auf die SIS, ist chronologisch nach dem Tagesverlauf aufgebaut und dokumentiert vor allem individuelle Besonderheiten und Abweichungen.
Die Matrix in Feld C2 verknüpft die Themenfelder mit fünf pflegesensitiven Phänomenen: Dekubitus, Sturz, Ernährung, Inkontinenz und Schmerz. Eingeschätzt wird per Ja/Nein, ob ein Phänomen relevant ist und ob eine weitere Einschätzung nötig ist. Ergänzungen sind nur über die Spalte „Sonstiges“ möglich; in der ambulanten Pflege kommt die Spalte „Beratung“ hinzu.
Feste Fristen gibt das Strukturmodell nicht vor. Die Evaluation erfolgt anlassbezogen – ausgelöst etwa durch Einträge im Berichteblatt, akute Ereignisse oder eine Fallbesprechung. Verändert sich nur die Umsetzung, genügt der kleine Evaluationskreis; verändert sich die Einschätzung selbst, führt der große Evaluationskreis zurück in die SIS.
Es ist eine Empfehlung, keine Pflicht – wird aber in bis zu 80 Prozent der Einrichtungen umgesetzt. Die Maßstäbe und Grundsätze der Versorgungsbereiche bestätigen es als fachlich geeignete Grundlage für die Pflegedokumentation nach SGB XI, und die Dokumentation nach dem Modell ist mit den Qualitätsprüfungs-Richtlinien (QPR) vereinbar.
Die Unterlagen sind in drei Hauptkapitel gegliedert, die Evaluation ist als eigenständiges Kapitel ergänzt, und Unklarheiten zur Matrix, zum Verfahren der Evaluation und zur Begriffsverwendung sind beseitigt. Inhalte zu Digitalisierung und künstlicher Intelligenz kommen hinzu, Tages- und Kurzzeitpflege sind integriert. Einrichtungen erhalten mehr Gestaltungsspielraum, solange die Prinzipien des Modells eingehalten werden.
Grundlage sind die kostenfreien Informations- und Schulungsunterlagen des Projektbüros EinSTEP sowie Schulungen durch Multiplikatorinnen und Multiplikatoren der Trägerverbände. Für die Wiederholung im Alltag eignen sich kurze digitale Lerneinheiten – in SuperNurse etwa das Fachthema „Strukturmodell: Element I (SIS®)“ mit Quizfragen und Zertifikat.
Quellen & weiterführende Informationen
Fachliche Grundlage dieser Seite sind die Informations- und Schulungsunterlagen des Projektbüros EinSTEP in der Fassung 3.1.

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