Fachfrage der Woche
Leon hat die Führerscheinprüfung nicht bestanden und eine 6 in Mathe. Er sagt "In meinem Leben passieren nur schlimme Dinge".
Leon bewertet die Situation sehr neutral und auch wertfrei. Dies nennt man auch Pessimismus.
Das ist eine realistische Einschätzung zu seiner Situation. Dass er dies in jungen Jahren erlebt, wird ihn für immer prägen.
Dies ist eine Form der Hypochondrie. Leon befürchtet, dass die 6 in Mathe dafür sorgt, dass er sein Abi nicht schafft.
Leon überträgt einzelne schlechte Erfahrungen auf sein gesamtes Leben. Dies nennt man Übergeneralisierungen.
Ein Misserfolg, und plötzlich fühlt sich alles negativ an: „Mir passiert immer nur Schlechtes.“ Solche Übergeneralisierungen sind ein typisches Denkmuster bei Depression. Dabei wird ein einzelnes negatives Erlebnis auf das ganze Leben übertragen. Pflegesachverständige Margarete Stöcker erklärt, wie ihr als Pflegende diese Gedanken erkennt und Betroffene unterstützen könnt: behutsam spiegeln, gezielt nachfragen und gemeinsam die Perspektive erweitern. Achtet dabei auf Wörter wie immer, nie, alle oder niemand.
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